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Der große Ruinenhügel von Qatna liegt nordöstlich von Homs, in einer regnreichen und fruchtbaren Ackerebene.

Qatna war in allen Abschnitten der Bronzezeit (3000 – 1200 v.Chr.) besiedelt.

Qatna wurde wissenschaftlich von dem französischen Grafen Robert Du Mesnil du Buisson entdeckt. Er arbeitete zwischen 1924 und 1929 auf dem Ruinenhügel und konnte durch Tontafelfunde, die den Namen der Stadt nannten, die Identifizierung des Ortes mit dem alten Königtum Qatna sicherstellen.

bereits im Jahr 2002 wurde eine von den zentralen Palasträumen aus zugängliche Königsgruft aufgedeckt. Die Entdeckung gelang dem deutsch-syrischen Ausgrabungsteam unter der gemeinsamen Leitung von Dr. Michel al-Maqdissi von der Antikendirektion Syriens und Prof. Dr. Peter Pfälzner von der Universität Tübingen.

Die Ausgrabungskampagne im Sommer 2009 brachte eine spektakuläre Entdeckung ans Tageslicht: Eine unberaubte Felsgruft unter dem Palast  Ein umfangreiches Grabinventar mit Hunderten von Funden und Knochen hat sich darin erhalten. Diese datieren in die Zeit zwischen 1600 und 1400 vor Christus.

Neben zahlreichen Keramikgefäßen fanden sich in der Kammer mehrere Gefäße aus Granit. Es handelt sich um ägyptische Importe, die 1000 Jahre früher als das Grab in der Zeit des Alten Reichs Ägyptens hergestellt wurden. Daneben entdeckten die Archäologen auch Alabastergefäße in großer Menge, die ebenfalls aus Ägypten stammen dürften. In eines von ihnen war eine Ausstattung von Goldschmuck hineingesteckt worden, bestehend aus Ringen, Rosetten und Goldblechen. An anderen Stellen der Gruft fanden sich dünne, punzierte Goldbleche. Sie könnten Gewänder oder Möbelstücke dekoriert haben. Unter den Bronzegegenständen sind eine schwere Lanzenspitze und eine große Gewandnadel besonders zu erwähnen. Eine andere, sehr dünne, fein gearbeitete Gewandnadel besteht aus Gold. Ein Rollsiegel aus Lapislazuli sowie ein Siegel in Form eines Skarabäus ergänzen das Inventar. Besonders hübsch ist eine kleine Steinskulptur eines Affen, der ein Schminkgefäß in den Händen hält. Kunstgeschichtlich von großer Bedeutung ist eine menschliche Figurine aus Elfenbein mit einem sehr fein geschnittenen Gesicht.

In Deutschland wird das Königtum von Qatna durch eine Ausstellung präsentiert, „Schätze des Alten Syrien – Die Entdeckung von Königreichs Qatna“, die von 17. Oktober 2009 bis 14. März 2010 im Landesmuseum Württemberg in Stuttgart gezeigt wird. Der Grabungsbereich des Königspalastes von Qatna, Zustand 2009. Foto: Pfälzner. Copyright: Qatna-Projekt, Institut für die Kulturen des Alten Orients (IANES), Universität Tübingen.

Die neu gefundene Gruft unter dem Königspalast: südliche Kammer. gefundene Gruft unter dem Königspalast: Goldschmuck in einem Alabastergefäß

Die neu gefundene Gruft unter dem Königspalast: Alabastergefäße in der nördlichen Kammer. Skulptur eines Äffchens mit Schminkgefäß

 

 

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